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Projektarbeiten werden im Studium immer beliebter. Während der schriftliche Teil in Aufbau und Formalien einer Hausarbeit gleicht, die fast jeder schon einmal geschrieben hat, ist die praktische Durchführung des Projekts oftmals Neuland. Studierende sind deshalb häufig unsicher, was Planung, Durchführung und Organisation betrifft. Aber keine Bange: Eine Projektarbeit erfolgreich durchzuführen, ist nicht nur absolut machbar, sondern vermittelt Ihnen auch wichtige Soft-Skills fürs Berufsleben.

Wozu überhaupt eine Projektarbeit?

Projektarbeiten gibt es nicht deshalb, weil Ihrem Professor nichts Besseres mehr eingefallen ist, um Ihnen noch mehr Arbeit zu machen. Im Gegenteil: Projektarbeiten vermitteln zur Abwechslung mal keine Theorie, sondern praktisches und handlungsorientiertes Know-How.  Das ist genau das, was Sie für einen gelungenen Berufseinstieg brauchen. Deshalb: Legen Sie negative Vorurteile über diese Studienleistung ab und geben Sie sich und dieser Studienleistung eine Chance.

4 allgemeine Zielsetzungen von Projektarbeiten

 Im Allgemeinen haben Projektarbeiten vier Ziele, mit denen Sie Soft-Skills erwerben und gleichzeitig vertiefen sollen:

  1. Teamfähigkeit stärken

Projektarbeit ist Teamarbeit. Mehrere Studenten sollen eine übergeordnete Themenstellung bzw. Aufgabenstellung bearbeiten. Dabei sollen sie vor allem den Mehrwert erkennen, der aus der Zusammenführung der Kenntnisse und Fähigkeiten aller Teammitglieder erwächst. Um diesen Mehrwert zu generieren, müssen die (Wissens-)Ressourcen der Teammitglieder strukturiert werden.

  1. Grundkenntnisse des Projektmanagements

Um eine Projektarbeit erfolgreich abzuschließen, müssen die zuvor strukturierten Ressourcen richtig und effizient eingesetzt werden. Hierzu muss beispielsweise ein Projektstrukturplan erstellt werden, der ein wesentlicher Teil des Projektmanagements ist.

  1. Transfer- und Problemlösungskompetenz aufbauen

Es wird bereits erworbenes Wissen auf eine unbekannte, übergeordnete Frage- oder Problemstellung angewandt (Transferkompetenz). Dadurch soll für die Problemstellung eine Lösung gefunden und umgesetzt werden (Problemlösungskompetenz). Wichtige Elemente hierbei sind die Diskussion komplexer Fragestellungen im Team und das Hinterfragen der eigenen Lösungsansätze.

  1. Fähigkeit zu wissenschaftlichem Arbeiten vertiefen

Eine Projektarbeit wird von den Studenten in Eigenregie durchgeführt und geplant, sodass die autodidaktischen Fähigkeiten und die Methodenkompetenz geschult werden. Darüber hinaus wird dabei der klassische Prozess des wissenschaftlichen Arbeitens durchlaufen, der lautet: recherchieren – analysieren – bewerten.

Der Arbeitsprozess und seine Voraussetzungen

Während die Projektarbeit bestimmte Ziele verfolgt, fordert sie zugleich gewisse Fähigkeiten der Studierenden ein:

Die Studierenden müssen von vornherein

  • logisch und strukturiert denken
  • fähig sein, sich auf die Fragestellung zu konzentrieren
  • fähig sein, relevante Informationen zu recherchieren.

Trotzdem gilt auch hier „Lernen durchs Tun“, denn im Studium zählt vor allem, dass Sie sich einsetzen und sich die Kompetenzen aneignen, die zur Lösung der Aufgabe noch fehlen.

Der Arbeitsprozess umfasst 5 Schritte:

  1. Themenfindung

Am Anfang steht die Definition des Themenfeldes und der Problemstellung. Außerdem werden mögliche Lösungswege analysiert.

  1. Recherche und Informationsanalyse

Aufbauend auf Schritt 1 folgt die Informationssuche. Es werden jene Informationen zusammengetragen und analysiert, die zur Durchführung des Projekts notwendig sind. Hilfreiche Impulse finden Sie beispielsweise in Fachartikeln zu Ihrem Thema oder bei vergleichbaren Projekten, die bereits durchgeführt worden sind. Falls Informationslücken auftauchen, sollten Sie diese unbedingt festhalten, diese könnten nämlich die konkrete Festlegung der Problemstellung beeinflussen.

Anhand der gesammelten Informationen wird der optimale Lösungsweg für die Problemstellung gesucht. Wichtig: Alle vorgeschlagenen Lösungsmöglichkeiten sollten diskutiert und analysiert werden! Haben Sie einen Lösungsweg festgelegt, können Sie die Vorgehensweise logisch aufstellen und in mehrere Schritte oder sogenannte Arbeitspakete und Vorgänge einteilen (Projektstrukturplan).

Achten Sie von Anfang an darauf, alle Bedingungen festzulegen, die für eine erfolgreiche Durchführung (und die spätere Reproduktion) des Projekts notwendig sind

  1. Praxisphase

Sie führen das festlegte Verfahren durch und kontrollieren dieses ständig. In diesem Schritt besonders wichtig ist, dass Sie und Ihr Projektteam sich bekannte oder auch innovative Vorgehensweisen (Methodiken) aneignen und diese umsetzen.

In der praktischen Ausführung kann es nötig werden, den Strukturplan noch einmal zu überarbeiten oder das geplante Vorgehen anzupassen. Alles kein Problem! Führen Sie die Anpassungen durch, aber dokumentieren Sie diese auch.

  1. Präsentation

Nach Abschluss der Projektarbeit muss das Projekt mit seinen Ergebnissen natürlich noch vorgestellt werden.

Zum Schluss der Präsentation kommt die Auswertung und Analyse Ihrer Ergebnisse. Welche fachlichen Anwendungsmöglichkeiten gibt es beispielsweise? Welche Qualität hat Ihr Ergebnis? Diese ergibt sich daraus, ob es Fehler oder Fehleinschätzungen beim Thema, bei der Auswahl der Methoden etc. gegeben hat.

Reflektieren Sie darüber, ob es Ablaufschwierigkeiten bei der Durchführung des Projekts gab, wo Ihre Vorgehensweise Schwachstellen gezeigt hat und schlagen Sie Lösungen für diese Probleme vor bzw. geben Sie Anregungen, wie man es im nächsten Durchlauf besser machen könnte.

  1. Schriftliche Ausarbeitung

Zuletzt müssen Sie noch Ihr Projekt verschriftlichen. Ziehen Sie dazu am besten Ihre Präsentation heran. Diese dient Ihnen für Struktur und Inhalt als Basis. In der schriftlichen Ausarbeitung müssen Sie jedoch umfangreichere Erläuterungen bringen und die Quellen nachweisen.

Die schriftliche Ausarbeitung hat die gleiche Struktur wie eine klassische Hausarbeit. Dabei werden bei der Projektarbeit aber zuerst die theoretischen Grundlagen der Arbeit erklärt und dann das Projekt ausführlich dargestellt.

Tipps und Tools zu Organisation und Durchführung

Die folgenden Tipps dienen dazu, den Arbeitsprozess für alle Beteiligten transparenter zu machen sowie stets die Struktur und das Ziel im Auge zu behalten. So arbeiten Sie effizient und ihre Projektarbeit wird zum Erfolg.

  • Dokumentieren und mitschreiben!

Es ist wichtig, schon während der Vorbereitung mit der Dokumentation zu beginnen. Fertigen Sie zu jeder Tätigkeit, ob in der Vorbereitungs- oder Praxisphase, Mitschriften an! Außerdem sollten Sie ein Projektprotokoll über den zeitlichen Ablauf, Probleme und Ergebnisse anfertigen.

Sparen Sie dabei nicht an Details, denn diese können später noch wichtig werden. Spätestens, wenn der Prüfer eine Frage zum Ablauf stellt, der Sie kein Gewicht beigemessen haben, werden Sie für Ihre Notizen dankbar sein.

Bei Projektpaketen, die zusammen durchgeführt werden, ist es sinnvoll, wenn mindestens zwei Teammitglieder Mitschriften anfertigen, um später vergleichen zu können.

  • Teamarbeit strukturieren und organisieren

Bei Teamarbeiten besteht immer das Risiko, dass die Arbeitslast ungerecht aufgeteilt wird, sodass einige Teammitglieder so gut wie nichts tut und trotzdem von den Ergebnissen profitieren. Hier sollten Sie durch eine gut durchdachte Aufgabenteilung von Anfang an entgegenwirken.

Verteilen Sie die Aufgaben und Aufgabenpakete gemäß den Kenntnissen und Fähigkeiten der Teammitglieder, so weit das möglich ist. Am besten ist es, wenn jedes Teammitglied auch einzelne Bereiche vollkommen selbstständig bearbeiten muss. So stellen Sie sicher, dass Beiträge von allen Teammitgliedern kommen.

Gleiches gilt für die Anfertigung der schriftlichen Arbeit.  Teilen Sie diese ebenfalls in Blöcke auf, sodass jeder einen Teil schreiben muss. Achten Sie jedoch bei der Zusammenführung der Textblöcke darauf, dass ein guter Lesefluss erhalten bleibt: Die Übergänge müssen gegebenenfalls angepasst und die Sprache angeglichen werden.

  • Hilfreiche Tools für mehr Durchblick

Bestimmte Tools können Ihnen die Arbeit erheblich erleichtern. Angefangen bei Dropbox und Skype, die heutzutage sowieso schon ganz selbstverständlich benutzt werden, gibt es auch Tools, die Ihnen dabei helfen, das Projekt zu organisieren und einen Überblick über bereits erledigte und noch ausstehende Arbeiten zu behalten.

So ein Organisations-Tool ist z. B. Trello, bei dem sich für ein Projekt mehrere Leute einloggen und den Bearbeitungsstand aktualisieren können. Weiter kann MS-Word dabei helfen, das Inhalts- und Literaturverzeichnis automatisch zu erstellen. Ein anderes Tool, dass den Überblick über den zeitlichen Einsatz der Teammitglieder gibt, ist TimeTrack.

TimeTrack ist eine tolle Software für Studenten, Selbstständige und Unternehmer, die Ihre aufgewendeten Stunden erfassen wollen. Für die Anschaffung muss man nicht einmal tief in die Tasche greifen. Die App ist nicht nur sehr flexibel, sondern bietet auch eine Reihe an nützlichen Möglichkeiten an. Projekte lassen sich bis ins kleinste Detail planen, man kann Berichte erstellen, um den maximalen Überblick zu behalten und bei größeren Teams verfolgt das Tool sogar die Arbeitszeiten, Überstunden und Urlaubstage.

TimeTrack lässt sich in wenigen Minuten einrichten und es ist auf jeden Fall ein cooles Tool, wenn man mit seiner Leistung Schritt halten möchte.

Überlegt planen, nicht verzweifeln

Das wichtigste ist, die Projektarbeit mit dem Team gut zu planen, sich intensiv mit dem Thema zu beschäftigen und eine Struktur in die Arbeit zu bringen. Auch wenn dann nicht alles nach Plan läuft, müssen Sie nicht verzweifeln! Sie können Pläne immer wieder anpassen und das Vorgehen mit ihrem Team reflektieren. Gerade dadurch eignen Sie sich die anfangs genannten Soft-Skills an. Zugleich steigern Sie Ihre Frustrationstoleranz, wenn Sie Schwierigkeiten nicht als Feind, sondern als Hindernis sehen, die Sie meistern können.

Wenn Sie eine professionelle Unterstützung beim Verfassen Ihrer akademischen Arbeiten benötigen, sollten Sie oder Hausarbeit Agentur ausprobieren. Die Agentur spezialisiert sich auf wissenschaftliche Arbeiten und hilft Studenten in verschiedensten Fachbereichen weiter. Zudem findet man auf ihrem Blog fast täglich neue hilfreiche Beiträge und Tipps zum Thema Studium, Berufsleben, Projekte und Organisation. Alternativ gibt es Studi Kompass, eine weitere tolle Agentur, die Studenten bei Ihren wissenschaftlichen Arbeiten unterstützt.

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