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In Unternehmen dreht sich alles stets, ständig und beständig um Effizienz. Gesteigerte Effizienz soll Unternehmen zu mehr Profit verhelfen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Projektleiter bauen zur Steigerung der eigenen Effizienz auf die Produktivität ihrer Mitarbeiter. Die Arbeitsstrukturen werden deshalb ständig hinsichtlich ihrer Effizienz optimiert. Oft heißt die vermeintliche Lösung dann „Leistungssteigerung“ und eine Erhöhung der Arbeitszeit. Dass die Steigerung von Produktivität ganz anders effizienter erreicht wird, wissen die Wenigsten.

Eine bloße Steigerung der Leistung führt bei den Mitarbeitern oft zu einer immensen Erhöhung des Stressempfindens. Stress am Arbeitsplatz ist deshalb ein Thema, was an immer mehr Wichtigkeit gewinnt. „So ein bisschen Stress spornt doch zu ganz neuen Leistungen an“, mag der ein oder andere denken. Bis zu einem bestimmten Punkt stimmt das auch. Leider kann Stress aber auch oft sehr verheerende negative Folgen mit sich ziehen.

Stress am Arbeitsplatz schadet den Mitarbeitern. Da sie wichtige Ressourcen für das Unternehmen sind, ist der Arbeitgeber dafür verantwortlich, seine Mitarbeiter vor Stress und seinen negativen Auswirkungen zu schützen. Zu ihrem Wohl und dem der ganzen Organisation. Wie Sie Stress am Arbeitsplatz vermeiden und wie Sie lernen, mit ihm umzugehen, wenn er aufkommt, erfahren Sie hier.

Was ist Stress?


Wohl jeder hat seine eigene Definition von Stress. Das Phänomen durchwandert das berufliche und private Leben der meisten Arbeitnehmer. Im beruflichen Kontext hat es oft mit Organisation und Management zu tun. Stress entsteht, wenn einem die Aufgaben über den Kopf wachsen, die Ressourceneinteilung nicht so effektiv ist wie geplant. Stress bedeutet Anspannung und Belastung durch die Befürchtung, eine Situation nicht vollständig unter Kontrolle zu haben und sie nicht vermeiden zu können.

Ab wann Stress als Stress empfunden wird ist höchst subjektiv. Für den einen ist Stress, was für den anderen eine positive Herausforderung ist. Dieser unangenehme, überfordernd wirkende Stress, Disstress genannt, steht dem Eustress gegenüber. Er wird auch als belastend, aber positiv, leistungsseigernd und angenehm empfunden. Die Überforderung des Disstress hindert einen daran, einen klaren Kopf zu bewahren. Eustress räumt den Kopf erstmal richtig auf. Wirklich gesund ist keiner von beiden – Der Körper nimmt Stress als Bedrohung war. Eine Bedrohung die abzuwenden ist!

Ursachen von Stress: Stressfaktoren am Arbeitsplatz


Was sind Ursachen für diese Bedrohung für unseren Körper? Die Ursachen für Stress können aus allen möglichen Richtungen kommen, im Arbeitskontext meist aus diesen:

Arbeitszeitliche Belastungen

Zu lange Arbeits- und Leistungszeiten bedeuten längere Konzentration und folglich eine hohe Anstrengung und Belastung. Die eigenen Kapazitäten sind unter diesen Bedingungen nicht optimal einzusetzen. Aufgaben wachsen einem über den Kopf, weil man schlichtweg keine Energie hat, sie meistern zu können.

Aufgabenbezogene Überforderungen

Überforderung auf der Arbeit kann daher kommen, dass man „zu viel auf dem Teller hat“. Im Rahmen der eigenen Fähigkeiten und Kapazitäten ist man überfordert und folglich gestresst.

Aufgabenbezogene Behinderungen

Aufgabenbezogene Behinderungen ist oft eine fehlende Organisation der Aufgaben. Wenn es keine klar abgesteckten Aufgabenbereiche und Verantwortlichkeiten seitens des Projektmanagements gibt, steht einer effizienten Projektdurchführung die Überforderung der Mitarbeiter im Weg. Ineffizientes Projektmanagement ist so vorprogrammiert.

Ungünstige Umgebungsbedingungen

Lärm und unorganisierte Büroräume sind Beispiele für Belastungen, die von konzentrierter Arbeit abhalten können. Werden Mitarbeiter an entspanntem und fokussierten Arbeiten gehindert, entsteht schnell Stress.

Emotionale Belastungen

Auch emotionale Belastung am Arbeitsplatz kann ein Stressfaktor sein. Oft identifizieren sich Mitarbeiter stark mit den Projekten, für die sie arbeiten. Die emotionale Abgrenzung vom Erfolg oder Misserfolg des Projekts fällt einigen nicht leicht.

Auch ein mangelndes Gefühl der Wertschätzung der eigenen Arbeit kann zu Stress führen. Bekommen Mitarbeiter nicht kommuniziert, welche Qualität ihre Arbeit hat, bekommen sie schnell das Gefühl, nicht den Anforderungen gewachsen zu sein.

Soziale Belastungen

Auch ein hohes Verantwortungsgefühl gegenüber dem eigenen Team kann zu Stress führen. Team Management kann einem leicht über den Kopf wachsen, wenn mal nicht alles so läuft wie es soll. Stress entsteht wenn man sich diesen Anforderungen nicht gewachsen sieht.

Organisationale Belastungen

Wenn die Organisation selbst belastet ist, sind es ihre Mitarbeiter auch. Ineffizientes Projektmanagement wirkt sich stressend auf alle Beteiligten aus. Zusammenfassend kann man sagen, dass alles, was den Arbeitsfluss hindert, stresst. Alles, was den Arbeitnehmer davon abhält, seine Aufgaben entspannt, mit höchster Konzentration und all seinen zur Verfügung stehenden Ressourcen zu bewältigen, stresst ihn.

Folgen von Stress


Eins ist sicher: Stress geht nicht spurlos an einem vorbei. Meist merkt man das erst, wenn sich die Folgen bemerkbar machen. In den meisten Fällen bemerkt man sie leider erst, wenn sie das Leben schon negativ beeinflussen.

Positive Auswirkungen

Ja, Stress hat auch positive Auswirkungen. Dieser schon erwähnte Eustress ist sogar förderlich für die eigene Leistung. Ist man im richtigen Maße gestresst, bedeutet es, sich genau an der Schnittstelle zwischen den Anforderungen der Aufgabe und der eigenen Leistungsfähigkeit zu befinden. An diesem Punkt ist man optimal leistungsfähig und produktiv.

Negative Auswirkungen

Leider ist der Übergang von positivem zu negativem Stress eine Gradwanderung, die jeden Tag anders aussehen kann. Das subjektive Empfinden und die Leistungsbereitschaft ändern sich schließlich mitunter täglich. Die Folgen, die negativer Stress mit sich zieht, können verheerend sein. Sie sind auf physiologischer, psychologischer und verhaltensmäßiger Ebene zu spüren und können der Gesundheit nachhaltig schaden.

Kurzfristige Stressfolgen

Auf körperlicher Ebene:

  • erhöhte Herzfrequenz
  • Blutdrucksteigerung
  • Adrenalinausschüttung

Diese Stressfolgen können, wenn sie noch nicht zu stark ausgeprägt sind, auch als angenehm und leistungssteigernd wahrgenommen werden. Wächst der Stress, wächst auch das Unwohlsein mit diesen körperlichen Symptomen.

Auf psychischer Ebene:

  • Anspannung
  • Frustration
  • Ärger
  • Ermüdung

Erste negative Stressreaktionen bemerkt der Arbeitnehmer selbst vor allem in Müdigkeit und Schlafstörungen. Vor allem Stress bezüglich der Arbeitszeit und des Arbeitspensums macht sich so bemerkbar.

Auf verhaltensmäßiger Ebene:

  • Leistungsschwankungen
  • Fehlende Konzentration
  • Konflikte
  • Streit
  • Aggressionen gegen andere

Stress beeinflusst schließlich auch das eigene Verhalten negativ. Eine erhöhte Herzfrequenz lässt einen nicht gut schlafen, was zu Müdigkeit und Anspannung am Arbeitsplatz führt. Es liegt nahe, dass sich diese Belastungen negativ auf die eigene Leistung auswirkt. Abgesehen davon führt diese Unausgeglichenheit zu Konflikten und Streit.

Langfristige Stressfolgen

Auf körperlicher Ebene:

  • Allgemeine psychosomatische Beschwerden
  • B. Magen- und Darm Krankheiten

Stress wirkt bedrohend auf das Immunsystem. Es ist also andauernd damit beschäftigt, sich gegen den Stress zu wehren. Diese Dauerbelastung führt zu seiner Überanstrengung. Das Immunsystem ist über längere Sicht nicht mehr in der Lage, Krankheiten abzuwehren.

Auf psychischer Ebene:

  • Unzufriedenheit
  • Resignation
  • Irritation
  • Depression
  • Burnout

Auch die psychische Gesundheit leidet unter Stress. Was mit Unzufriedenheit anfängt, kann zu einer Depression werden. Betrachtet man die genannten Stressreaktionen liegt es nahe, warum ein Burnout häufig die Folge von Stress ist. Er bezeichnet die berufsbezogene chronische Erschöpfung, die sich auf vielen Ebenen zeigt.

Auf verhaltensmäßiger Ebene:

  • Alkohol- und Nikotinkonsum
  • Freizeit- u. Gesundheitsverhalten beeinflusst
  • Rückzug in der Arbeit und im Freizeitbereich

Den unangenehmen Zustand von Stress versuchen einige Arbeitnehmer in einem erhöhten Konsumverhalten zu kompensieren. Durch verschiedene Mittel erhoffen sie sich Erleichterung. Generell wird das eigene Verhalten stark beeinflusst. Die Überforderung hinterlässt Spuren, die man oft am Verhalten ablesen kann.

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Stressmanagement: So gehen Sie mit Stress am Arbeitsplatz um


Die Folgen von Stress sind immens. Auf längere Sicht können sie zu Erkrankungen und Personalausfall und erhöhten Kosten führen. Um die Konsequenzen von Stress gar nicht erst entstehen zu lassen gibt es einige hilfreiche Methoden für Arbeitgeber und Mitarbeiter, den Brand gar nicht erst entfachen zu lassen. Oder ihn höchstens nur eine kleine Flamme bleiben zu lassen.

Stress nicht entstehen lassen:  Flow Erleben ermöglichen

Der Gegenpart zu Stress ist Arbeiten in ultimativer Entspannung, in voller Kraft maximale Leistung abzuliefern. Flow bezeichnet das vollkommene Aufgehen in einer Tätigkeit. Handlung und Bewusstsein verschmelzen in diesem angenehmen Zustand, der einem das Gefühl ultimativer Kontrolle verleiht. Flow Erleben sollte jedem Arbeitnehmer möglich gemacht werden. Den Zustand kann man nur erreichen, wenn die eigenen Fähigkeiten perfekt zu den Merkmalen der Tätigkeit passen. Also keine Überforderung entsteht. Um diese Passung zu garantieren, muss schon der Recruiting Prozess sehr aufmerksam gestaltet werden.

Stress reduzieren mit effektivem Stressmanagement

Um Stress zu vermeiden, sollten Arbeitgeber ihre Angestellten als Individuen ins Zentrum stellen. Sie sollen befähigt werden, erfolgreich mit belastenden Arbeitsbedingungen umzugehen, um gesund zu bleiben. Arbeitgeber sollten stressfreie Arbeitsbedingungen schaffen und gesundheitsgefährdende Verhaltensweisen und Einstellungen der Mitarbeiter sollen abgebaut werden. Mit diesen Tipps werden Teams und Unternehmen stressfrei und gesund.

Stressmanagementtrainings

In speziell für Unternehmen angebotenen Stressmanagementtrainings lernen Mitarbeiter durch emotionsund problembezogenen Bewältigungstechniken einen besseren Umgang mit Stress auslösenden Bedingungen und Situationen.

Emotions- und Problembezogene Bewältigungstechniken können sein:

Entspannungsverfahren und Meditation

Verschiedene Entspannungsverfahren erfahren gerade einen regelrechten Hype. Vor allem Meditations-Apps erfreut sich wachsender Beliebtheit. Und das nicht umsonst. Studien haben erwiesen, dass Mindfulness- und Meditations-Apps einen positiven Effekt auf Arbeitsstress und Wohlbefinden haben. Stress entsteht, wenn einem die Aufgaben über den Kopf wachsen, man das Gefühl hat, sie nicht unter Kontrolle zu haben. In achtsamkeitsbasierter Meditation lernt man durch die Fokussierung auf den präsenten Moment, nicht zu katastrophieren. Meditation kann demnach helfen, seinen Aufgaben entspannter zu begegnen. Auch wenn die Aufgaben die gleichen sind wie davor, kann man Stress so vorbeugen. Es hat sich gezeigt, dass Angstzustände sich so vermindern lassen. Außerdem ist eine gesteigerte Konzentrationsfähigkeit zu erwarten.

Optimierung des Arbeitsumfelds

Eine der Ursachen für Stress ist eine ungünstige Umgebungsbedingung. Eine Ursache, der leicht und wirkungsvoll entgegenzuwirken ist. Sorgen Sie für ein Arbeitsumfeld ohne Lärm. Richten Sie den Arbeitsplatz an einem stillen Ort ein, an dem Sie nicht gestört werden und lange, konzentriert und im Flow arbeiten können.

Zu ungünstigen Umgebungsbedingungen gehört auch ein unordentliches Büro oder ein unordentlicher Schreibtisch. Organisieren und strukturieren Sie ihren Arbeitsplatz so, dass dem Workflow keine Ablenkungen im Weg sind. Es gibt bereits sehr hilfreiche Tipps zur Verbesserung der Büroorganisation.

Verbesserung der Aufgabengestaltung

Auch wenn Mitarbeiter höchst motiviert sind, fühlen sich oft gestresst durch ihre Aufgaben. Oft liegt das an ihrer mangelnden Fähigkeit, die Aufgaben so zu gestalten, dass sie auch zu bearbeiten sind. Sprich: an mangelnden Methoden zum Projektmanagement. Stress ist mit einer gekonnten und detaillierten Projektplanung zu vermeiden – oder zumindest klein zu halten.

Für eine effiziente Projektdurchführung können Arbeitgeber ihren Mitarbeitern spezielle Trainings anbieten. Einfacher geht das, indem sie ihnen Tools zum Projekt- und Zeitmanagement zur Verfügung stellen. Das Ergebnis ist das Gleiche: eine effiziente Ressourceneinteilung. TimeTrack ist eine Zeiterfassungssoftware, mit der Projekte und ihre Aufgaben von Planung bis Reporting unter Kontrolle bleiben. Die Ressourceneinteilung bleibt kontrolliert und stressfrei.

Projektzeiterfassung Projektberichte

TimeTrack – Projektauswertungen

Fazit


Arbeitgebern sollte die Gesundheit ihrer Mitarbeiter am Herzen liegen. Mit der Wertschätzung ihres Wohlbefindens ist ihnen der Respekt ihrer Angestellten sicher. Gewisse Gesundheitsmaßnahmen zu ergreifen, kann das Arbeitsklima erheblich steigern. Zum einen, weil die Mitarbeiter ausgeglichener und zufriedener sind. Sie begegnen sich generell mit mehr Wohlwollen. Zum anderen, weil sie ihre Leistungsfähigkeit und Effizienz steigern. Stressfreies Arbeiten bedeutet, aus all seinen Ressourcen schöpfen zu können. Dem Unternehmen geht es so insgesamt besser. Das wiederum wirkt sich positiv auf alle an ihm Beteiligten aus.

Stressmanagementtrainings können hier eine hilfreiche Unterstützung bieten. Die Problemlösemethoden, die einem hier beigebracht werden, basieren auf der Idee, stets die Kontrolle über die eigenen Anforderungen zu behalten. Eine Idee, die von Projekt- und Zeitmanagement-Apps übernommen wurde. Mit Apps wie TimeTrack werden Mitarbeitern hilfreiche Tools zur Seite gestellt, die Stress aufgrund von Überforderung gar nicht erst entstehen lassen. Probieren Sie es selbst aus. TimeTrack stellt dafür eine zweiwöchige Probeversion zur Verfügung.