Zeiterfassung - die gesetzlichen Regelungen in der Schweiz

Im Arbeitsgesetz Schweiz (ArG) wird für die ArbeitnehmerInnen die Arbeitszeit festgelegt. Das Bundesgesetz hat zum Ziel die ArbeitnehmerInnen bzw. ihre Sicherheit und Gesundheit zu schützen. Es lässt sich auf alle privaten und öffentlichen Betriebe anwenden.

Die Zeiterfassung ist in der Schweiz verpflichtend

Die gesetzlichen Regelungen in der Schweiz besagen, dass der Arbeitgeber dazu verpflichtet ist, die Arbeitszeiten seiner Angestellten regelmäßig zu dokumentieren. Die Dauer der geleisteten täglichen und wöchentlichen Arbeitszeit jedes einzelnen Angestellten muss vermerkt werden (Ausgleichs- und Überzeitarbeit inkludiert). Auch Pausen von einer halben Stunden und mehr müssen dokumentiert werden. Alle Aufzeichnungen müssen 5 Jahre aufbewahrt werden.

Revision der gesetzlichen Regelungen in der Schweiz – die drei Varianten der Zeiterfassung

An der Dokumentationspflicht als solche ändert sich nichts. Allerdings kam es zum 01.01.2016 zu einer Revision, mit der drei unterschiedliche gesetzliche Regelungen der Dokumentation eingeführt wurden.

1. Die systematische Arbeitszeiterfassung

Hier zählt die Standardregel. Sie gilt für alle ArbeitnehmerInnen, die bei der Festlegung der Arbeitszeiten keine Autonomie haben. Der Anfang, das Ende, sowie Pausen und Ausgleichzeiten sind ausführlich zu dokumentieren. Jedes Unternehmen kann allerdings für sich selbst entscheiden, welches Instrument am besten für die Arbeitszeiterfassung geeignet ist.

2.  Die vereinfachte Variante

Alle ArbeitnehmerInnen, die ihre Arbeitszeit zu einem gewissen Grad selber festlegen können, dürfen die vereinfachten Variante  anwenden. Diese beschränkt die Erfassung auf einen einzigen Gesamtwert der geleisteten Arbeitsstunden pro Tag.

Was sind die Vorraussetzungen? Eine schriftliche Vereinbarung zwischen dem Arbeitgeber und einer Arbeitnehmervertretung genügt oder eine individuelle Vereinbarung mit den Angestellten, bei Betrieben mit weniger als 50 ArbeitnehmerInnen.

3. Der Verzicht

Bei ArbeiternehmerInnen mit einem Einkommen von mehr als 120.000 CHF ist eine gänzliche Abschaffung der Arbeitszeiterfassung möglich. Die ArbeiternehmerInnen, die eine große Autonomie bei der Festlegung der Arbeitszeiten besitzen dürfen auf die Zeiterfassung verzichten. Außerdem muss die Abschaffung im Rahmen eines Gesamtarbeitsvertrages festgelegt werden und vom Arbeiternehmer unterschrieben werden.

 

Ihr TimeTrack Team.

Zeiterfassung - die gesetzlichen Regelungen in Deutschland

Im Arbeitszeitgesetz Deutschland (ArbZG)  wird für die ArbeitnehmerInnen die Arbeitszeit festgelegt. Das Ziel des Bundesgesetzes ist es die Arbeitnehmer bzw. ihre Sicherheit und Gesundheit zu schützen.

Die Zeiterfassung ist in Deutschland nicht verpflichtend

Die gesetzlichen Regelungen in Deutschland besagen, dass der Arbeitgeber dazu verpflichtet ist die täglichen, über 8 Stunden hinausgehenden Arbeitszeiten seiner MitarbeiterInnen aufzuzeichnen. Die Nachweise sind mindestens zwei Jahre aufzubewahren. Der Arbeitgeber ist allerdings nicht dazu verpflichtet Arbeitszeitnachweise über ArbeitnehmerInnen zu führen, die die 8-Stunden-Grenze nicht überschreiten.

Welche gesetzlichen Regelungen in Deutschland gibt es bezüglich der Form der Zeiterfassung?

Eine bestimmte Form der Arbeitszeiterfassung ist gesetzlich nicht vorgegeben. Die Aufzeichnungen können handschriftlich oder elektronisch erfolgen. Es muss sich lediglich der zeitliche Umfang der Überschreitung der  8-stündigen täglichen Arbeitszeitgrenze aus den Aufzeichnungen erkennen lassen.

Wer ist für die Aufzeichnungen zuständig?

Grundsätzlich ist der Arbeitgeber für die Dokumentation der Arbeitszeiten zuständig. Er kann allerdings diese Aufgabe seinen Angestellten delegieren, muss jedoch regelmäßig sicherstellen, dass die Dokumentation ordnungsgemäß geführt und aufbewahrt wird. Er ist nämlich derjenige der die Verantwortung dafür trägt, dass alles richtig aufgezeichnet wurde.

 

Ihr TimeTrack Team.

Zeiterfassung - die gesetzlichen Regelungen in Österreich

Das Arbeitszeitgesetz Österreich (AZG) reglementiert die Arbeitszeiten der ArbeitnehmerInnen. Mit 01.09.2018 treten einige wichtige Veränderungen der gesetzlichen Regelungen in Österreich in Kraft: Die tägliche Höchstarbeitszeit wird von 10 auf 12 Stunden und die wöchentliche Höchstarbeitszeit von 50 auf 60 Stunden erhöht. Diese Anhebung hat Auswirkungen auf Gleitzeitvereinbarungen und Überstundenzahlungen. Außerdem sind künftig, wöchentlich mehr als 20 Überstunden unzulässig.

Die Zeiterfassung ist laut gesetzlichen Regelungen in Österreich verpflichtend

Der Arbeitgeber hat die Arbeitszeiten seiner Angestellten zu dokumentieren. Der Beginn und die Dauer der geleisteten Arbeitsstunden sind festzuhalten. Beginn und Ende der Ruhepausen sind ebenfalls aufzuzeichnen. Mit 1 Jänner 2015 sind, wurden die gesetzlichen Regelungen in Österreich hinsichtlich Arbeitszeitaufzeichnung vereinfacht. Folgende drei Vereinfachungen der Zeiterfassung sind gekommen:

1. Saldenaufzeichnungen

Jede ArbeitnehmerInnen, die überwiegend autonom Arbeitszeit- und Ort bestimmen können, brauchen den Beginn, das Ende und Ruhepausen nicht aufzeichnen. Für die Betroffenen reichen Saldenaufzeichnungen aus (d.h. Montag: 7 Stunden, Dienstag: 8h).

2. Aufzeichnung von Ruhepausen

Ausnahme: Der Arbeitgeber kann mit dem Betriebsrat eine Betriebsvereinbarungen über die Ruhepausen abschließen. In folgenden zwei Fällen fällt die Dokumentationspflicht weg:

  • Wenn der Beginn und das Ende der Ruhepausen genau festgelegt wurde
  • Ein Zeitraum wird vereinbart, in welchem MitarbeiterInnen ihre Pausen nehmen dürfen.

Bei Abweichungen der Vereinbarungen müssen Ruhepausen aufgezeichnet werden.

3. Fixe Arbeitszeitaufteilung

Bei fixer Arbeitszeitaufteilung ist keine Aufzeichnung erforderlich, solange es zu keinen Abweichungen kommt. Am Ende des Monats, sowie auf Verlangen des Arbeitsinspektorats muss bestätigt werden, dass es keine Abweichungen gab.

 

Ihr TimeTrack Team.