elektronische-arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung aus Papierform sollte bereits ab Juli 2022 der Vergangenheit angehören. Durch ihre elektronische Form, nämlich die „elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung“, kurz eAU, soll diese nämlich abgelöst werden. Nicht geplante Faktoren wie Covid 19 haben dafür gesorgt, dass der tatsächliche Launch nun nach hinten verschoben wurde.

Trotzdem ist es sinnvoll, sich bereits jetzt über das Thema eAU zu informieren, da die Pilotphase bereits begonnen hat. Sind also Arztpraxen und Arbeitgeber in der Lage, auch elektronische Krankschreibungen auszustellen, können diese das bereits tuen. Auch in zahlreichen Unternehmen wird also bereits diskutiert, welche Softwares implementiert werden könnten, um sich auf die digitale Umstellung vorzubereiten.

Wann kommt die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung?


Dass eine elektronische (e) sogenannte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU)( = (eAU)) eingeführt werden soll, ist im Bundestag bereits seit dem 18.09.2019 beschlossene Sache. Das dort erlassene „Bürokratieentlastunggesetz III“ wurde erlassen, um bereits ab dem ersten Tag des Jahres 2022 für die versprochene Entlastung zu sorgen. Die elektronische Übermittlung jener Arbeitsunfähigkeitsdaten wurde aber nun auf den 01.07.2022 verschoben, was sowohl den GKV Spitzenverband und auch sämtliche Ärztinnen und Vertragsärzte mit einer zeitlichen Verschiebung ihrer neuen digitalen Verfahren konfrontiert.

Durch den sogenannten „Entwurf eines Gesetzes zur Verlängerung von Sonderregelungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie beim Kurzarbeitergeld und anderer Leistungen“ kam es nun zur Anwendung von einem Verfahren, welches für die Verlängerung der Pilotphase der eAU sorgt.

Sowohl im Praxisbetrieb als auch bei den Anwendungen in Unternehmen wird nun die Pilotphase bis zum 31.12.2022 erstmal verlängert. Das ist aber auch für Ärztinnen und Ärzte, für Krankenkassen, Patienten und alle anderen von den Regelungen Betroffenen Thema.

Verzögerungen aufgrund der COVID-19 Pandemie

Wie wird die Verlängerung der Pilotphase begründet? Vor allem durch die Coronapandemie, die scheinbar sowohl für Krankenkassen als auch Ärzt:innen für eine Verzögerung der Einführung sorgt. Das Update, die AU Daten fortan vor allem elektronisch zu übermitteln, bedarf nun einer verzögerten Zustimmung des Bundestages und vom GKV Spitzenverband. Bis zum Start in den Praxen vergehen also noch ein paar Monate und der postalische Versand der Bescheinigung bleibt vorerst bestehen.

Was genau ist die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU)?


Wie eine normale Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) zeigen die elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (eAU) an, dass ein/e Patient:in aufgrund einer bestimmten Erkrankung auf eine bestimmte Zeit nicht in der Lage ist, seiner/ihrer Beschäftigung nachzugehen. Im Falle der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, auch kurz eAU genannt, werden diese Informationen elektronisch an die Krankenkassen übermittelt. Das wird laut aktuellen News ab dem 01.07.2022 der Fall sein. Der Start dieser elektronischen Verfügung der Information zur Krankschreibung der versicherten Arbeitnehmer:innen ist zumindest aktuell auf dieses Datum angesetzt.

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung: Aus Papier wird digital

Die allgemein bekannte gelbe Krankschreibung in Papierform gehört bald der Vergangenheit an. Trotz Digitalisierung gibt es diese Form der AU noch – mit der lang erwarteten Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung erfährt das gelbe Papier nun ein Update. Ob das Verfahren in der Praxis auch so funktioniert wie bisher geplant, wird sich zeigen.

Bevor Ihre Krankenkasse und alle weiteren Krankenkassen also von den jeweiligen Praxen die AU Daten elektronisch übermittelt bekommen, vergeht noch einige Zeit. Viele Praxen, Ärztinnen und Ärzte, Krankenkassen aber auch Unternehmer:innen nutzen diese Zeit, um sich bestmöglich auf die Digitalisierung und den fortan digitalen Versand der AU vorzubereiten.

 

 

Passende Software-Lösungen

Gerade im Unternehmen ist es Thema, ob man über die richtige Infrastruktur für eine Umsetzung der reibungslosen Implementierung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung unternehmensintern zur Verfügung steht. Ein kleiner Tipp: Oft verfügen Zeiterfassungs-Softwares wie beispielsweise TimeTrack mit der Funktion Stundenzettel. bereits über die optimalen Tools, Krankschreibungen digital einwandfrei zu implementieren.

Wenn Sie bereits über eine App wie diese als Unternehmen verfügen, ist die Umstellung für Sie dann kein Thema. Aber Achtung: Noch nicht alle diese Softwares verfügen über die digitale Einspeisung einer elektronischen Bescheinigung der Krankenkasse. Vielleicht nehmen Sie zur Nachfrage Kontakt mit Ihrer internen Software auf oder sie machen sich auf die Suche nach einer neuen Software, die die elektronische Bescheinigung der Krankenkasse (eAU) bereits einbetten kann.

Wie wird die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) digital übermittelt werden?


Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen gibt es seit langer Zeit – doch wie werden diese aussehen, wenn die Papierform hoffentlich bald der Vergangenheit angehören wird? Die Digitalisierung der Bescheinigung ist ein zeitgemäßes Update für Ärztinnen und Ärzte mit Arztpraxen sowie für Patienten und Patientinnen. Wie wird die Umsetzung der Einführung dieser neuen Übermittlung ablaufen?

Schritt 1: Ärzt:innen melden an die Krankenkassen

Zuerst gehen die versicherten Patient:innen mit Symptomen wie gewohnt zur Arztpraxis. Dort wird die Arbeitsunfähigkeit – kurz AU – von einem der Ärzte ausgestellt. Die gleichen Daten, die sonst in Form von Papierbelegen festgehalten worden sind, werden nun in elektronischer Form von den Praxen an die Krankenkassen übermittelt.

Tatsächlich gibt es in Deutschland bereits seit dem 1. Januar 2022 eine Richtlinie, dass dieses elektronische Verfahren bereits für alle Vertragsärzt:innen gilt, sofern sie über den Einsatz dieser Technik bereits verfügen können, diese also die technischen Mittel dafür bereits haben. Diese müssen aber immer noch bis zum Ende der Pilotphase (aktuell ist das der 31.12.2022) weiterhin eine Kopie der Bescheinigungen in Papierform ausstellen. Diese Sonderregelungen sind für den Fall gedacht, dass es eventuell den Arbeitgebern der Patient:innen noch nicht möglich ist, die digitale Übermittlung anzuwenden.

Schritt 2: Arbeitnehmende melden an Arbeitgeber:innen

Die Arbeitnehmer:innen geben im zweiten Schritt nun ihren Arbeitgeber:innen darüber Auskunft, dass Sie eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausgestellt bekommen haben, also eine Arbeitsunfähigkeit (AU) vorliegt.

Anders als zuvor sind aber nun nicht mehr die Arbeitnehmer:innen dafür verantwortlich, die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung an ihr Unternehmen auszuhändigen. Der/ Die Arbeitgeber:in ruft die AU digital bei der Krankenkasse ab und muss keinen gelben Zettel von einem/einer Arbeitnehmer:in bekommen.

Schritt 3: Arbeitgeber:innen können Kranmeldung bei der Krankenkasse einsehen

Wenn nun der Arbeitgeber beziehungsweise bei größeren Firmen die jeweilige Abteilungsstelle für Krankmeldungen über eine AU von Mitarbeitenden informiert wurde, können diese Daten der Arbeitsunfähigkeit nun digital bei der jeweiligen Krankenkasse abgerufen werden. Die eAU beinhaltet dann Informationen wie:

  • Den Namen
  • Beginn und Ende der Krankschreibung
  • Datum des Arztbesuches, an dem die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausgestellt wurde
  • Die Kennzeichnung, ob es eine Erstmeldung oder eine Fortsetzung einer bereits bestehenden Krankmeldung ist
  • Eventuell bei Sonderfällen wie einem Arbeitsunfall ein Überblick über eine eventuell wichtige Information oder eine bestimmte benötigte Versorgung etc.

Durch das Pilotverfahren gibt es auch für Arbeitgeber:innen seit dem 01. Januar 2022 Spezialregelungen: Sind Unternehmen in der Lage, eAU-Daten also elektronisch abzurufen, können diese die Übermittlung bereits digital erfolgen lassen, es ist aber nicht Pflicht.

Was bedeutet die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) für Arbeitgeber:innen?


Für die Krankenkasse und Besitzer:innen einer Praxis gibt es bereits viele Informationen, Zustimmung und News für die digitale Umstellung. Aber wie sieht es insbesondere für Arbeitgeber:innen und Arbeitnehmer:innen aus?

Patienten und Patientinnen, die auch Arbeitnehmer:innen sind, dürfen dann auf keinen Fall vergessen, ihre:n Arbeitgeber:in zu informieren, dass in der aufgesuchten Praxis eine Arbeitsunfähigkeit festgestellt wurde. Hier greift § 5 Abs. 1 Satz 1 (EFZG).

Noch ist das aber nicht der Fall und Arbeitnehmer:innen müssen bis zum 30. Juni 2022 ihren Arbeitgeber:innen weiterhin die Bescheinigung über ihre Krankschreibung vorzeigen. Die elektronische Übermittlung der AU durch die Krankenkasse tritt also noch nicht umgehend in Kraft. Ab Juli besteht also die elektronische Abrufmöglichkeit der AU, ohne dass Patienten diese explizit vorlegen müssen. Das zumindest ist der Stand im März 2022 – die Lage der Coronapandemie und ihre Auswirkung auf die baldige Verfügung der eAU wird sich zeigen müssen.

Softwares als Lösung zur eAU

Trotzdem gilt: Die AU wird bald digital! Bereiten Sie sich im Unternehmen also auf die neue Form der AU vor. Das geht beispielsweise mit einer intelligenten Zeiterfassungs-Software wie der TimeTrack App. Da, wo es um Zeiterfassung geht, geht es natürlich auch immer um Feiertage, Urlaubstage und zuletzt die Krankschreibungstage. Auch spezielle Sonderthemen wie der Anspruch auf Krankengeld oder eine Abwesenheit aufgrund eines Arzttermins während der Arbeitszeit lassen sich einwandfrei über TimeTrack abhandeln.

Bei TimeTrack können Sie kommende Abwesenheiten beantragen oder Dokumente wie eine Krankmeldung/Attest in Papierform hochladen. Außerdem Sind Sie für die baldige Digitalisierung der AU gewappnet. Man kann zum Beispiel einstellen, welche Benutzer Urlaubsanfragen von anderen Mitarbeitern genehmigen können. Dieses Tool eignet sich beispielsweise gut für Teamleiter. So kann neben dem Admin, auch der Teamleiter die Abwesenheiten bzw. Urlaubsanträge seiner Mitarbeiter genehmigen. Auch diese sollten sich über Regelung zur Aufzeichnungspflicht der Arbeitszeiten gut informieren.

So wird die Abwesenheitsverwaltung leicht gemacht.

elektronische-arbeitsunfähigkeitsbescheinigung-abwesenheiten

Abwesenheitstypen definieren – mit TimeTrack

Fazit


Bevor die eAU also wirklich Realität wird, kann es aufgrund Verzögerungen, die durch die Coronapandemie entstanden sind, noch etwas dauern. Verwenden Sie die richtige Software, die Sie auf dem Weg Richtung Digitalisierung und eAU begleitet.

Dafür eignen sich immer auch intelligente Tools. Testen Sie ganz unkompliziert die kostenlose 14-tägige Testversion unserer Zeiterfassungssoftware TimeTrack, eine Website mit der Sie als Team alles im Blick behalten können.