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Was ist ein Stab? Was hat das mit dem Einliniensystem zu tun? In diesem Beitrag möchten wir Ihnen erklären, was Stabsstellen per Definition sind und welche Vorteile sie für Ihren Betrieb bieten. Auch wo der Unterschied zum Mehrliniensystem liegt, erfahren Sie hier.

Stabliniensystem – Definition


Das Stabliniensystem ist ein Liniensystem mit Stabsstellen, das dazu dient, den hierarchischen Aufbau eines Unternehmens abzubilden. Es soll Verantwortungsbereiche und Kompetenzen in einem Unternehmen strukturieren, organisieren und für alle betreffenden Personen übersichtlich in Organigramm abbilden. Mit diesem können dann festgelegte Delegations- und Berichtswege definiert werden.

Einzelnen Stellen werden Stäbe zugeordnet, um besser mit zunehmender Komplexität arbeiten zu können. So entstehen auf spezifische Themen spezialisierte Stellen und teilweise ganze Abteilungen. Dafür kann das Einliniensystem problemlos durch Stabstellen zu einem Stabliniensystem erweitert werden.

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Für die richtige Übersicht kann das Unternehmen seine Aufbauorganisation auch immer mit einem Projektorganigramm einfach darstellen.

Generalisierte und spezialisierte Stabsstellen


Informationsbeschaffung, -verarbeitung und -weitergabe – das sind die drei relevantesten Aufgaben, die eine Stabsstelle der Stablinienorganisation zu erfüllen hat. Sie hilft der Unternehmensführung bei der Leitung mit ihren Informationen. Die Stabsstellen von einem Unternehmen können in zwei verschiedene unterschieden werden:

Generalisierte Stabsstellen

Assistentinnen und Assistenten der Geschäftsführung sind das beste Beispiel für eine generalisierte Stabsstelle. Ihre Aufgaben bestehen darin, die Unternehmensführung und die Linieninstanzen mengenmäßig zu entlasten.

Spezialisierte Stabsstellen

Jurist/-innen verfügen über besonderes Fachwissen und dieses kann für Entscheidungsprozesse maßgeblich sein. Damit stehen spezialisierte Stabsstellen als Beispiel für fachliche Hilfestellung für die Vorgesetzten und ebenfalls auch für die Linieninstanzen.

Anwendungsbereiche vom Stabliniensystem


Die wohl zwei bekanntesten Beispiele für Stabsstellen sind in der hierarchischen Organisation von der Polizei und beim Militär zu finden. Abseits militärischer Strukturen kann das Stabliniensystem jedoch ebenfalls sinnvoll sein.

Gerade in großen Unternehmen macht es Sinn, die Kompetenzen weiter aufzugliedern und so Entlastung durch die Stabsstellen für die jeweilige Unternehmensleitung zu schaffen. Mit einer indirekten Entscheidungskompetenz können Entscheidungsträger also unterstützt werden.

In der Praxis bedeutet das, dass die Experten durch Spezialisierungen und spezifisches Wissen Vorschläge für die Verantwortlichen entwickeln, die diese oftmals übernehmen. Das kann in folgenden Stabsstellen der Fall sein:

  • Personalwesen
  • Unternehmensplanung
  • Justiziare und Datenschutzbeauftragte
  • Innenrevision.

Es ist nicht immer einfach, den Überblick über alle laufenden Projekte zu behalten und daher ist es auch äußerst wichtig, immer die richtigen Tools zur Hand zu haben. Mit dem Projektcontrolling von TimeTrack können alle Kompetenzen klar verteilt werden. Gleichzeitig ist immer ersichtlich, auf welchen Stand sich ein Projekt aktuell befindet.

 

 

Mehrliniensystem vs. Stabliniensystem


Im Einliniensystem und Stabliniensystem gibt es keine Mehrfachunterstellung. Das heißt, es gibt immer nur einen Vorgesetzten bzw. die Linieninstanzen, welche die Entscheidungen treffen können. Beim Mehrliniensystem ist das anders, denn hier gibt es das Phänomen der Mehrfachunterstellung. Was das bedeutet, möchten wir hier kurz erklären.

Die Unterschiede zum Mehrliniensystem

Bei der Mehrfachunterstellung kann also ein/e einzelne/r Mitarbeiter/-in mehrere direkte Vorgesetzte haben. Einzelne Fachbereiche für die Erfüllung von Aufgaben überschneiden sich und mit dem Organigramm vom Mehrliniensystem können komplexe Struktur besser dargestellt werden.

Im Mehrliniensystem gibt es kürzere Kommunikationswege als in der Stablinienorganisation. Entscheidungen können auf kurzen Dienstwegen getroffen werden und es müssen nicht erst mehrere Instanzen entlang der Hierarchiekette in Bewegung versetzt werden.

Bei der Auftragserteilung gibt es im Mehrliniensystem ist sehr viel Expertise vorhanden, allerdings kann es auch zu Konflikten kommen, da die Befugnisse für Entscheidungen und Kompetenzen nicht wie in der Stablinienorganisation eindeutig geklärt sind.

Wann ist welches System von Vorteil?

Das Mehrliniensystem ist flexibler und dynamischer. Durch die Komplexität besteht jedoch immer die Gefahr für Konflikte. Bei einer einfach hierarchischen Grundform kann ein Unternehmen dennoch in verschiedenen Dimensionen strukturiert werden. Das bedeutet, dass die Mehrfachunterstellung auf globale Unternehmensstrukturen übertragen werden kann, die auf verschiedenen Märkten agieren.

Wenn eine Organisation im Einliniensystem geführt wurde, ist es vorteilhaft Stäbe einzurichten, um größeren und komplexeren Entwicklungen im Unternehmen gerecht zu werden. Die Stäbe ermöglichen beratende Expertise und Fachwissen, ohne die Form der Unternehmensorganisation vollständig zu verändern.

Vor- und Nachteile vom Stabliniensystem


Die Struktur der Stabsstellen im Unternehmen bietet sowohl Vorteile, als auch Nachteile durch die Entlastung der Linieninstanzen. Hier finden Sie die charakteristischen Vorteile und Nachteile von der Weiterentwicklung des Einliniensystems.

Vorteile

Zu den Vorteilen des Stabliniensystems gehört, dass alle Mitarbeiter/-innen weiterhin nur eine/-n Vorgesetzte/-n haben. Die Entscheidungsprozesse werden aufrecht erhalten und die Auftragserteilung durch die Linieninstanzen bleibt unverändert.

Die Stabsstellen der Stablinienorganisation haben so die Funktion der Entlastung und Spezialisierung für die entsprechenden Linieninstanzen. Entscheidungen und Denkweisen haben so ein kurzes System und es besteht keine Gefahr der Kompetenzüberschreitung von Personen.

Der Wohl größte Vorteil der Stablinienorganisation ist, dass Entscheidungen aufgrund fachlicher Expertise getroffen werden. Im Einliniensystem ist oftmals nicht genügend Know-how der Verantwortlichen vorhanden und im Stabliniensystem können Stabsstellen die jeweiligen Linieninstanzen fachlich fundiert zu den genauen Themen beraten.

Nachteile

Natürlich bietet die Stablinienorganisation genauso Nachteile, wie alle anderen Aufbauorganisationen. Hierzu gehört vor allem zum Beispiel die indirekte Einflussnahme von einem Stab auf Entscheidungen, durch dessen Fachkenntnisse und Informationen.

Die Einrichtung von Stäben des Stabliniensystems kann ebenfalls hohe Kosten verursachen, da die Stabsstellen oft über spezifische Kenntnisse verfügen, die dementsprechend honoriert werden. Ein weiterer der Nachteile ist ebenfalls, Führungskräfte ihre Entscheidungen auf eine Stabsstelle abwälzen können.

Nachteile, die enorme Einflüsse haben, sind ebenso die Verlangsamung der Entscheidungsprozesse sowie die entstehende Intransparenz entlang der Linien, wenn Entscheidungen in Form von Stabsstellen getroffen werden. Das kann schnell zu fehlender Mitarbeitermotivation führen.

Hilfreiche Tools für die Stablinienorganisation


Damit die verschiedenen Expertenausschüsse bei der Auftragserteilung innerhalb des Stabliniensystems die Übersicht über Personen und Vorhaben nicht verlieren, ist das Projektmanagement von TimeTrack für alle Instanzen von großem Vorteil.

Mit klar verteilten Kompetenzen und Befugnissen kann nach der Erstellung des Projektplans die Projektverfolgung direkt beginnen. Alle Informationen zum sind für die befugten Instanzen einsehbar. So kann jede Stabsstelle und die Führungspersonen den Stand der Dinge einsehen und übersichtliche Projektauswertungen automatisch erstellen lassen.

Unser webbasiertes Tool zum Projektmanagement kann jederzeit und überall benutzt werden. Entdecken Sie jetzt die vielen Benefits für Stabsstellen und die Stablinienorganisation. Testen Sie ganz einfach und unverbindlich die 14-tägige Testversion und entdecken Sie die vielen Funktionen von TimeTrack für Sie und Ihr Unternehmen!

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Projektmanagement – TimeTrack

Fazit


Die Struktur des Einliniensystems ergänzt um die notwendige Stabsstelle – so könnte man vor allem die Stablinienorganisation bzw. das Stabliniensystem beschreiben. Die Einführung einer Stabsstelle in das Unternehmen bietet Übersicht und steigert das verfügbare Know-how erheblich. Das entlastet vor allem die entscheidungsbefugten Linieninstanzen.

In der Stablinienorganisation gibt es jedoch nicht nur positive Nebeneffekte, sondern auch einige Nachteile ausgelöst durch die Stabsstellen. Zum Beispiel kann das Mehrliniensystem noch besser mit Komplexität umgehen, als die Einführung einer Stabsstelle es leisten könnte.

Vertrauen Sie auf sich und Ihre Kompetenzen und holen Sie sich digitale Unterstützung von hilfreichen Tools, um nicht den Überblick über alle Vorhaben und Prozesse im Unternehmen zu verlieren!