Use Case: Flexible Arbeitszeitmodelle umsetzen

Wechselnde Einsatztage, Teilzeit und 4-Tage-Woche parallel
Jede Gruppe erhält ihr eigenes Modell – Sollstunden und Salden entstehen automatisch.

Stundenkonten mit klaren Grenzen
Ampel, Kappung und Langzeitkonto verhindern, dass Flexibilität zur Dauerarbeit wird.

Zeiterfassungspflicht auch bei flexibler Arbeitszeit
Beginn, Ende und Pausen lückenlos erfasst, Höchstarbeits- und Ruhezeiten laufend geprüft.

Was sind flexible Arbeitszeitmodelle?

Flexible Arbeitszeitmodelle sind Regelungen, bei denen Lage, Verteilung oder Dauer der Arbeitszeit nicht starr festgelegt sind, etwa Gleitzeit, Teilzeit, rollierende Schichtmodelle oder die 4-Tage-Woche. Die vereinbarte Arbeitszeit bleibt gleich, nur ihre Verteilung wird beweglich. Damit das in der Praxis funktioniert, braucht jedes Modell drei Dinge: ein hinterlegtes Soll pro Person, ein Stundenkonto für Plus- und Minusstunden und eine lückenlose Zeiterfassung, die Höchstarbeits- und Ruhezeiten prüft.

Das Szenario

Eine Gastronomiegruppe mit 180 Mitarbeitenden betreibt in Bayern drei Restaurants, ein Hotelrestaurant und ein Cateringgeschäft.

Service und Küche arbeiten mit festen Wochenstunden, aber wechselnden Einsatztagen: Wer wann arbeitet, entscheidet der Dienstplan, abhängig von Reservierungen und Events. Im Hotelrestaurant wechseln sich kurze und lange Wochen in einem Zwei-Wochen-Zyklus ab. Um Köchinnen und Köche zu halten, testet die Gruppe in zwei Küchen eine 4-Tage-Woche mit 36 Stunden. Die sechs Mitarbeitenden in der Zentrale haben Gleitzeit.

Dazu kommen rund 40 Teilzeitkräfte und Aushilfen sowie mehrere Rückkehrerinnen aus der Elternzeit. Im Catering fallen im Sommer und vor Weihnachten deutlich mehr Stunden an, die in ruhigen Monaten abgebaut werden. Plusstunden über 60 werden laut Vereinbarung zum Quartalsende auf ein Langzeitkonto umgebucht.

Die Herausforderung: Wechselnde Einsatztage, Saisonspitzen und Stunden auf Papier

Bisher plant der Betrieb seinen Dienstplan in Excel, die Arbeitszeiten stehen auf Papierlisten und werden am Monatsende von der Zentrale abgetippt. Stundenkonten und Urlaub führt die Lohnbuchhaltung in einer eigenen Tabelle.

Das Ergebnis in der Praxis:

  • Sollstunden bei wechselnden Einsatztagen und kurzen/langen Wochen werden händisch nachgerechnet
  • Plusstunden aus der Saison wachsen unbemerkt, weil niemand sie laufend im Blick hat
  • In der 4-Tage-Woche ist unklar, wie viel ein Urlaubstag in Stunden wert ist
  • Sonntags-, Feiertags- und Nachtzuschläge werden für jede Abrechnung einzeln ermittelt
  • Ob nach einem späten Abenddienst die Ruhezeit bis zum nächsten Einsatz reicht, prüft niemand systematisch

Für die Geschäftsführung heißt das: Die Flexibilität, die Gäste und Personal brauchen, kostet jeden Monat Tage an Nacharbeit. Und bei einer Prüfung durch den Zoll oder nach dem BAG-Beschluss von 2022 fehlt eine objektive, lückenlose Zeiterfassung.

So funktioniert die Umsetzung mit TimeTrack in der Praxis 

Arbeitszeitmodelle, Stundenkonten und Dienstplan laufen in TimeTrack in einem System:

Ein Modell pro Gruppe: Service und Küche erhalten ein flexibles Arbeitszeitmodell, etwa 30 Stunden an vier Tagen. Das Hotelrestaurant arbeitet rollierend im Zwei-Wochen-Zyklus, die Zentrale mit Gleitzeit.

Solltage aus dem Dienstplan: Welche Tage zählen, ergibt sich automatisch aus genehmigten Abwesenheiten, dem Dienstplan und erfasster Arbeitszeit. Urlaub und Krankheit fallen so immer auf echte Solltage.

Einspringen und Feiertage: Springt jemand an einem Urlaubstag ein, zählt der Tag als Arbeitstag. Ob ein Feiertag die Soll-Arbeitstage der Woche reduziert, wird je Wochentag festgelegt.

Saisonspitzen im Stundenkonto: Eine Ampel zeigt, welche Konten sich 60 Plusstunden nähern. Was darüber liegt, wird zum Quartalsende automatisch aufs Langzeitkonto umgebucht.

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Planung und Saldo zusammen: Im Dienstplaner sehen Restaurantleitungen Soll-, Plan- und Ist-Stunden samt Prognose zum Monatsende. Die Bedarfsanzeige zeigt, ob jede Schicht besetzt ist.

Teilzeit und 4-Tage-Woche: Ein Wechsel auf Teilzeit wird ab Stichtag als neues Modell hinterlegt, die Historie bleibt erhalten. In der 4-Tage-Woche läuft der Urlaub in Stunden, damit jeder freie Tag korrekt abgezogen wird.

Gesetzliche Grenzen und Zuschläge: Arbeitszeit- und Pausenregelungen hängen am Modell, bei Verstößen warnt TimeTrack. Sonntags-, Feiertags- und Nachtzuschläge werden über Zuschlagsmodelle automatisch berechnet.

Erfassung vor Ort: Die Restaurants stempeln am Terminal oder per App mit Geofencing, das Catering per App am Veranstaltungsort. Saldo und Resturlaub sehen alle selbst in Web und App.

Der Mehrwert für Ihr Unternehmen

  • Jedes Modell automatisch korrekt: Sollstunden, Urlaub und Saldo ergeben sich aus dem hinterlegten Modell statt aus Nebenrechnungen.
  • Flexibilität mit Leitplanken: Ampel, Kappung und Langzeitkonto fangen Saisonspitzen ab und halten Stundenkonten im vereinbarten Rahmen.
  • Rechtssicher dokumentiert: Beginn, Ende und Pausen werden lückenlos erfasst, Verstöße gegen Höchstarbeits- und Ruhezeiten fallen sofort auf.
  • Neue Modelle ohne Systemwechsel: Ein Pilot für die 4-Tage-Woche in der Küche oder eine neue Teilzeitregel wird als eigenes Modell angelegt und ab Stichtag zugewiesen.
  • Prüfungssicher für Lohnbuchhaltung und Zoll: Jede Stunde lässt sich auf Modell und Regel zurückführen, die Aufzeichnungen liegen vollständig vor.

Ihr Nutzen als Unternehmen

Check Check

Automatische Sollstunden

Wöchentlich, rollierend oder flexibel: Das Soll jeder Person entsteht aus ihrem Modell.

Check Check

Kontrollierte Stundenkonten

Grenzwerte, Kappung und Umbuchung laufen nach Regel statt nach Gefühl.

Check Check

Zeiterfassungspflicht erfüllt

Jedes Modell wird objektiv, verlässlich und nachvollziehbar erfasst.

Check Check

Schnell anpassbar

Neue Modelle und Wechsel zum Stichtag ohne manuelle Nacharbeit.

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